King of the Road

Im Beit Joseph ist es ruhig geworden. Die ersten Studienjährler sind bereits wieder in Deutschland und die Abreisenden mehren sich von Tag zu Tag. Auch wenn der Abschiedsschmerz enorm ist, so habe ich die vergangenen drei Tage in Jordanien verbracht: Am Montag Morgen ging es mit Lukas und Hannah (die mittlerweile zum zweiten Mal in israel eingetroffen ist) mit dem Egged-Bus (das sind die israelischen Überlandbusse, die auch in Deutschland langsam eingeführt werden) ganz in den Süden Israels nach Eilat. Vor sieben Monaten war ich schon einmal dort: Damals ging es über die Grenze nach Ägypten, um den Sinai zu bewandern. Dieses Mal überquerten wir die Grenze, die uns nach Aqaba führte. Es waren wirklich tolle Tage und die Landschaft ist ein Traum!

Wirklich viel geplant hatten wir nicht, wir wussten nur den Ort unserer ersten Übernachtung und stiegen dann also nach Grenzübergang in ein Taxi, das uns ins ca. 150 km entfernte Petra brachte.

Auch wenn es relativ bewölkt war konnten wir vom Taxi aus den Blick auf die Wüstenlandschaft Jordaniens genießen.

Auch wenn es relativ bewölkt war konnten wir vom Taxi aus den Blick auf die Wüstenlandschaft Jordaniens genießen.

Die Stadt an sich ist relativ unspektakulär und existiert wohl nur deswegen, weil es dort den Zugang zur Felsenstadt Petra gibt.

Das moderne Petra. Joa. So siehts halt aus.

Das moderne Petra. Joah. So sieht’s halt aus. Von oben noch hübscher als wenn man durch die Straßen läuft.

Hühner zu verkaufen!

Hühner zu verkaufen! (Hannah: Das war so eklig! Die haben so gestunken!)

In unserem Hotel hat es uns aber so gut gefallen, dass wir dort spontan die zweite Nacht verbrachten. Jetzt aber erst einmal zu Petra. Nachdem wir am Montag Nachmittag Petra erreicht hatten, schauten wir uns erst einmal die Stadt an und entspannten dann nach acht anstrengenden Monaten im Hotelpool. Muss auch mal sein. Am nächsten Morgen ging es dann in die Felsenstadt. Auch wenn wir uns aufregten, dass der Eintritt 50 Jordanische Dinar kosteten (das ist ungefähr die gleiche Zahl in Euro), so hat es sich doch absolut gelohnt. Petra ist eine sehr alte Felsenstadt, die die Hauptstadt der Nabatäer war. Seit 9000 v. Chr. lebten hier Menschen und in nabatäeischer Zeit wurde der Ort zur einzigartigen Felsenstadt. Ab ca. 300 v. Chr. wurden in die Felswände große Bauten gemeißelt – meist Heiligtümer, Tempel u.ä. Bekannt ist Petra uns auch deswegen, weil es gerne als Filmkulisse herhalten muss – zum Beispiel für einen Indiana Jones Film. Es ist einfach unglaublich beeindruckend, aber davon darf man sich gerne selber überzeugen:

Durch ein gewaltiges Felsmassiv führt der Siq, die Zugangsstraße zur Felsenstadt.

Durch ein gewaltiges Felsmassiv führt der Siq, die Zugangsstraße zur Felsenstadt.

Mit Hannah im Siq

Mit Hannah im Siq

Gewaltige Felswände...

Gewaltige Felswände…

... nehmen kein Ende.

… nehmen kein Ende.

Ich hoffe, diese Bilder zeigen ein bisschen, wie wahnsinnig riesig das war!

Ich hoffe, diese Bilder zeigen ein bisschen, wie wahnsinnig riesig das war!

Der Siq ist jedenfalls sehr beeindruckend. So in etwa stelle ich mir ja den Grand Canyon vor. Man läuft da eine ganze Weile entlang und irgendwann trifft man dann auf folgendes Motiv:

 

Cool, oder?

Cool, oder?

Khazne al-Firaun, die Schatzkamme des Pharaos: Wer kennt es nicht? 40 m hoch und 25 m breit in einen riesigen Felsen gehauen - der Wahnsinn!

Khazne al-Firaun, die Schatzkamme des Pharaos: Wer kennt es nicht? 40 m hoch und 25 m breit in einen riesigen Felsen gehauen – der Wahnsinn!

Das ganze Gebiet von Petra enthält solche in den Felsen geschlagene Bauten. Ich kann mir ja nicht vorstellen, wie man das vor 2500 Jahren so hinbekommen hat… Und wir staunen über ein popeliges Hochhaus!

Aber nicht nur architektonische Wunderwerke, auch Kamele gibt es zu bestaunen!

Aber nicht nur architektonische Wunderwerke, auch Kamele gibt es zu bestaunen!

Und Pferde!

Und Pferde!

 

Und Esel!

Und Esel!

Viele süße Donkeys... "You wanna take a ride on the donkey? To the monastery?"

Viele süße Donkeys… „You wanna take a ride on the donkey? To the monastery?“

Bevor meine Liebe zu den Tierfotos aber wieder überhand gewinnt, lieber noch ein paar Petra-Bilder:

Petra von oben

Petra von oben

Das Kloster

Das Kloster

noch ein Bauwerk

noch ein Bauwerk

und noch eins

und noch eins

Das römische Theater

Das römische Theater

Lukas ist noch einen Berg hochgekraxelt um die Schatzkammer von oben zu fotografieren

Lukas ist noch einen Berg hochgekraxelt um die Schatzkammer von oben zu fotografieren

Meine Wenigkeit in Petra

Meine Wenigkeit in Petra

Lukas hat sich ja beschwert, dass ich in diesem Blog zu wenig über seine Gefühle geschrieben habe. Daher hier also zu Lukas: Er hat sich in Jordanien sehr entspannt gefühlt. Es ging ihm gut, nur der Fuß tat ihm weh. Ich glaube aber, entgegen seiner eigenen Beurteilung, dass dieser nicht gebrochen ist trotz eines natürlich nicht zu verachtenden Umknickens seinerseits. Außerdem gefällt Lukas Jordanien sehr gut. Er möchte gerne wiederkommen.

Wir hätten gut noch einen zweiten Tag in Petra bleiben können, aber dafür hatten wir keine Zeit, wir wollten schließlich noch auf unserem Kurztrip das Wadi Rum angucken, das ca. 120 km entfernt von Petra liegt. Dahin brachen wir am Mittwochmorgen auf und machten eine dreistündige Jeeptour.

Unser Jeep - witzig war's!

Unser Jeep – witzig war’s!

Das Wadi Rum diente dem Film "Lawrence von Arabien" als Kulisse

Das Wadi Rum diente dem Film „Lawrence von Arabien“ als Kulisse

Hannah besteigt eine Sanddüne

Hannah besteigt eine Sanddüne

und laufen weiter

Da laufen wir zwei Freiburgerinnen durch die Wüste.

Das Wadi Rum ist mit 100 km Länge und 60 km Breite das größte Wadi Jordaniens

Das Wadi Rum ist mit 100 km Länge und 60 km Breite das größte Wadi Jordaniens

Generation i-Phone

Generation i-Phone

und unbeschreiblich schön!

und unbeschreiblich schön!

Kleine Pause bei den Beduinen, es gibt Tee.

Kleine Pause bei den Beduinen, es gibt Tee.

Mit Lukas vor der "Kulisse" des Wadi Rum

Mit Lukas vor der „Kulisse“ des Wadi Rum

Auf einer natürlichen Brücke

Auf einer natürlichen Brücke

Unglaubliche Weite

Unglaubliche Weite

Ich genieße das Wadi :-)

Ich genieße das Wadi 🙂

Ich habe wieder einmal feststellen dürfen, wie schön die Welt ist, die der liebe Gott uns geschenkt hat: Guckt sie euch an!!

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