Streifzug über den Suq

Jerusalem ist unglaublich vielfältig. Die Neustadt ist sehr westlich geprägt und gleichzeitig immer wieder durchzogen von Komponenten, die zeigen, dass sie eben doch nicht rein westlich ist. Die Oststadt, nur einen Straßenzug entfernt, ist viel mehr so, wie wir Europäer uns eine arabische Stadt vorstellen: laut, ein wenig chaotisch – hier ist einfach viel los. Innerhalb der Altstadtmauern kulminieren dann die Weltreligionen und die Heiligen Städten. Das Herz der Städte des Orients sind aber immer ihre Suqs, lange Einkaufsstraßen auf alten Pflastern, oftmals überdacht, mit kleinen Läden, in denen man eigentlich alles erhalten kann (natürlich nicht, ohne ordentlich zu feilschen, denn festgelegte Preise gibt es hier nicht), was man für das alltägliche Leben braucht oder auch nicht braucht.

Heute möchte ich euch Blogleser einfach einmal mitnehmen auf einen Streifzug über die Suqs der Jerusalemer Altstadt, über die ich in freien Zeiten nur allzu gerne laufe. Natürlich nicht, ohne bei Shabaan einen neuen Schal zu erwerben und ein Tässchen Tee zu trinken…

Frauenherzen schlagen höher...

Frauenherzen schlagen höher…

... und höher.

… und höher.

Auch religiöse Bedürfnisse finden Befriedigung.

Auch religiöse Bedürfnisse finden Befriedigung.

Kreuze über Kreuze

Kreuze über Kreuze

Platz vor der Erlöserkirche

Platz vor der Erlöserkirche

Die Straßenschilder sind alle dreisprachig.

Die Straßenschilder sind alle dreisprachig.

Kleiner Snack für Zwischendurch

Kleiner Snack für Zwischendurch

Der Armenier meines Vertrauens

Der Armenier meines Vertrauens – ein typischer kleiner „Supermarkt“

Der Fleischersuq wird von Vegetariern eher gemieden. Ich finds dort schon ganz cool, aber grad im Sommer ist der Fleischgeruch dann doch zu viel. Und morgens nach dem Schlachten sollte man aufpassen, dass man auf den vom Blut getränkten Pflastersteinen nicht ausrutscht.

Der Fleischersuq wird von Vegetariern eher gemieden. Ich finds dort schon ganz cool, aber grad im Sommer ist der Fleischgeruch eine Nummer zu viel. Und morgens nach dem Schlachten sollte man aufpassen, dass man auf den vom Blut getränkten Pflastersteinen nicht ausrutscht.

Straßenstände in der Oststadt.

Straßenstände in der Oststadt.

Zu dem Bild eine Anekdote: Meine Mutter sagte mir am Telefon: "Du könntest uns wieder Gewürze mitbringen. Das, was Du uns vor acht jahren mitgebracht hast." - "Das kann ich machen, was war das denn für ein Gewürz?" - "Na, das Leckere!"

Zu dem Bild eine Anekdote: Meine Mutter sagte mir am Telefon: „Du könntest uns wieder Gewürze mitbringen. Das, was Du uns vor acht jahren mitgebracht hast.“ – „Das kann ich machen, was war das denn für ein Gewürz?“ – „Na, das Leckere!“

arabischer Obstladen

arabischer Obstladen

buntes Treiben vorm Damaskustor

buntes Treiben vorm Damaskustor

Frisch gepresster O-Saft...

Frisch gepresster O-Saft…

... ist was Feines!

… ist was Feines!

Man könnte ja auch mal wieder ein Tuch kaufen....

Man könnte ja auch mal wieder ein Kleid kaufen….

Im Suq

Im Suq – Handtaschen, Schals, Sonnenbrillen und Ohrringe – was will Frau mehr?

Frische Brötchen?

Frische Brötchen?

Am Morgen werden die Läden aufgemacht

Am Morgen werden die Läden aufgemacht.

Jüdisches Schofarhorn....

Jüdisches Schofarhorn….

... oder doch lieber einige christliche Kerzen?

… oder doch lieber einige christliche Kerzen?

touristisches Mitbringsel

touristisches Mitbringsel

Die Händler haben die verschiedensten Tricks, um die Kunden anzulocken: „You are Deutsch? Kannst Du mir helfen, bitte? Kannst Du schreiben auf Zettel „Ausverkauf“?“ Und wenn man dann mit in den Laden geht und den gewünschten Zettel schreibt, dann sind die Händler überglücklich und wollen Dir einen Ohrring schenken – nur den zweiten muss man dazu kaufen. Allerdings selbstverstädnlich zum „special price“!

Momentan läuft die letzte Vorlesung des Studienjahrs: Professor Markschies erklärt uns bedeutende Theologen Palästinas. Heute ging es dazu noch einmal auf den Ölberg – bei strahlendem Sonnenschein und mit Blick auf die Altstadt wurden uns Origenes, Pelagius und andere nähergebracht. Und am Ende ging es dann ins Österreichische Hospiz auf einen Kaffee – oh du fröhliche Studentenzeit: vivat academia, vivant professores!

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