You’ve got to accentuate the positive

Liebe Blogleser,

wir befinden uns an Tag 1 der dritten großen Exkursion des 39. Theologischen Studienjahres: Die Kreuzfahrer haben uns gerufen, wir haben den Ruf vernommen und uns auf den Weg gemacht um ihren Spuren zu folgen! Es war ein langer, warmer und schöner Tag, der heute noch einmal im Beit Joseph geendet hat – morgen früh geht es dann bis Freitag nach Tabgha ins neue Exkursionshauptquartier.

Aber jetzt erst einmal der Reihe nach. Unsere erste Station führte uns nach Lod, einer ziemlich heruntergekommenen Stadt, die wirklich nicht hübsch ist. Aber es gibt einen Platz mit Synagoge, Moschee und einer christlichen Kirche. Letztere ist dem Heiligen Georg geweiht, weil die Legende um diesen Heiligen zumindest in Teilen hierher lokalisiert wird.

Hier sieht man wie der Heilige Georg den bösen Drachen erlegt.

Hier sieht man wie der Heilige Georg den bösen Drachen erlegt.

Das ist die griechisch-orthodoxe Kirche, die wir anschauen durften. Und die gar nicht mit so vielen bunten Lichtern ausstaffiert ist wie die anderen Kirchen, die man hier im land so zu sehen bekommt.

Das ist die griechisch-orthodoxe Kirche, die wir anschauen durften. Und die gar nicht mit so vielen bunten Lichtern ausstaffiert ist wie die anderen Kirchen, die man hier im Land so zu sehen bekommt.

Dann wollten wir ja eigentlich in die Moschee. Die öffnete aber erst um 11 Uhr. Und da wir bereits um 7:30 Uhr aufgebrochen und dementsprechend früh in Lod waren, haben wir so lange dann doch nicht mehr gewartet.

Echt fies, dabei hatten Andi und ich uns extra moscheetauglich angezogen!

Echt fies, dabei hatten Andi und ich uns extra moscheetauglich angezogen!

Also fuhren wir direkt weiter nach Ramla, das liegt fast um die Ecke. Dort besuchten wir eine Moschee, die früher mal eine Kirche war. Das kann man von innen auch noch ganz gut an den Gewölben erkennen.

Man sieht erkennt noch gut den ursprünglichen dreischiffigen Kirchenbau. Übrigens: Teppichboden in Kirchen sollten sie auch mal einführen. Das ist viel bequemer!

Man erkennt noch gut den ursprünglichen dreischiffigen Kirchenbau. Übrigens: Teppichboden in Kirchen sollten man bei uns auch mal einführen. Das ist viel bequemer!

Der Teppichboden muss natürlich auch sauber gehalten werden. Deswegen steht da einfach mal mitten drin so ein riesiger Teppichsauger.

Der Teppichboden muss natürlich auch sauber gehalten werden. Deswegen steht da einfach mal mitten drin so ein riesiger Teppichsauger.

Vor dem Gebet müssen sich die Muslime waschen - deswegen stehen vor allen Moscheen solche "Waschanlagen".

Vor dem Gebet müssen sich die Muslime waschen – deswegen stehen vor allen Moscheen solche „Waschanlagen“.

Den nächsten Stop legten wir an der Helena-Zisterne ein. Wer wollte, durfte unterirdisch noch ein bisschen Böötchen in der Zisterne fahren. Mir war das nicht so geheuer, ich blieb lieber in der Sonne sitzen. Mein Sonnenbrand lässt grüßen.

Dann ging es zur weißen Moschee, das muss anno dazumal ein gigantisch großes Ding gewesen sein! Heute sieht man nur noch einige Reste. Unter den Bäumen machten wir unsere Mittagspause – und das Exkursionsteam übertrifft sich in letzter Zeit selbst: Es gibt nicht mehr „nur“ Pita, mittlerweile speisen wir auf Exkursionen sogar frischen Salat und Co. Wirklich toll!

Sehr amüsiert haben mich diese beiden Damen, die sich in der Mittagssonne auf der Schaukel vergnügt haben.

Sehr amüsiert haben mich diese beiden Damen, die sich in der Mittagssonne auf der Schaukel vergnügt haben.

Die Turmbesteigung hab ich mir mit meinem Fuß noch nicht zugetraut, aber die Bilder haben mir gezeigt: So hübsch war der Ausblick von da oben auch nicht. Habe also nichts verpasst. Sondern mich lieber mit Riesenameisen angefreundet.

Dann führte uns die 45-minütige Busfahrt durch das Mittagstief nach Apollonia, das war mir als Kölnerin natürlich sehr symphatisch. Hier gibt es jetzt einfach mal ein paar Bilder, denn es war einfach nur schön. Und das können Bilder besser zeigen als meine Worte.

Apollonia 1

In Apollonia gibt es noch recht anschauliche Überreste einer großen Festung zu sehen, die die Kreuzfahrer eingenommen haben. Sie spielte eine bedeutende Rolle auf dem Weg zwischen Jaffo und Caesarea Maritima, von beiden Orten hatte ich auch schon einmal berichtet. Außerdem ist der Blick aufs Mittelmeer grandios!

Apollonia 2

Apollonia 3

Ritter

zwei Ritter

Meerblick

noch mal Apollonia

Apollonia, die Letzte

So, die Bilder dürften einen Eindruck davon vermittelt haben, wie schön wir es heute hatten. Doch mit Apollonia war die Exkursion noch nicht beendet. Es ging weiter gen Emmaus – Nicopolis, eines von mindestens drei „Emmäusen“. Denn man kann sich nicht darauf einigen, wo denn nun das biblisch bedeutsame Emmaus so genau liegt. Vielleicht war es ja hier:

In diesen Überresten der byzantinischen Kirche feierte im Jahre 1992 Kardinal Ratzinger die Heilige Messe.

In diesen Überresten der byzantinischen Kirche feierte im Jahre 1992 Kardinal Ratzinger die Heilige Messe.

Mauerblümchen

Mauerblümchen

Aber bevor wir uns hier in archäologische Diskussionen über die Lokalisierung von Emmaus verstricken, drücke ich es doch lieber mit Marcels Schlusssatz im Referat aus, der seinerseits auf Lukas rekurrierte: Wer Emmaus nicht im Herzen trägt, der wird es auch auf der Landkarte nicht finden. 🙂 So viel zum pseudo-spirituellen Input für heute. Ich muss jetzt noch meinen Rucksack fertig packen und dann schlafen gehen, denn morgen geht es ja schon wieder zu einer Frühmessen- und Studentenunfreundlichen Zeit los auf den Weg zu „Kreuzfahrer – die Exkursion, Teil II“ … Eine schöne Woche wünsche ich Euch allen!

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “You’ve got to accentuate the positive

  1. Walther Lipphardt

    Wieder mal ein herzliches Dankeschön für Ihre Berichte über die Sonntagserfahrung in Jerusalem und den 1. Kreuzritterexkursionstag. Dachte immer in Jerusalem sei der Shabbat der ruhige Tag der Woche und nicht der 1. Tag (die Bilder sehen so sonntäglich ruhig aus, wie bei uns) 🙂 – vielen Dank für Ihre Mühe.
    Wir wünschen Euch eine gute Exkursion und dass Eure Rüstungen halten! – keine durchbohrt wird!

    Die einzige Kreuzritterburg, die wir Ende März vor 2 Jahren erlebten, war Kerak auf der anderen Seite (extrem kalt und Regen) – mit Erklärung aus der Sicht eines jordanischen Reiseführers …. waren dann froh, als es mach Madaba weiterging.
    Shalom

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