Somewhere over the rainbow

Ich hinke zur Zeit mit der Berichterstattung etwas hinterher. Das liegt daran, dass ich selber als krückender Mensch auch hinke. Ich passe demnach meinen Blog meiner Gesamtsituation an. Das halte ich nur für vernünftig.

Zuerst einmal: Der Gips ist ab! Und zwar seit vorgestern. Wer aber denkt, dass ich jetzt laufen könnte, der irrt ganz gewaltig.

Nun aber genug der Vorrede: Heute geht es um Hebron. Diese Stadt haben wir vergangenen Dienstag besucht als letzte Station unserer politischen Exkursionen. Sie liegt im Westjordanland und ist zum Teil unter arabischer, zum Teil unter israelischer Kontrolle. Unglaublich viele israelische Soldaten bewachen die Siedler, die sich hier niedergelassen haben. In vermutlich keiner anderen Stadt kann man den israelisch-palästinensischen Konflikt so sehr sehen und spüren wie in Hebron. Ausgestorbene Straßenzüge, gesperrte Straßen, Checkpoints mitten auf Wegen, Militärpräsenz ohne Ende zeugen von unbeschreiblicher beidseitiger Gewalt. Ich zeig hier einfach mal Bilder, damit man sich selber ein Bild machen kann.

Der Staat Israel verbietet seinen Bürgern das Betreten mancher palästinensischer Gebiete.

Der Staat Israel verbietet seinen Bürgern das Betreten mancher palästinensischer Gebiete.

Ausgestorbene Straßenzüge in Hebron in den von Israelis überwachten Gebieten.

Ausgestorbene Straßenzüge in Hebron in den von Israelis überwachten Gebieten.

Hebron II

Ausgestorbene Hauptstraße - die Palästinenser dürfen ihre Häuser und Geschäfte nicht mehr betreten.

Ausgestorbene Hauptstraße – die Palästinenser dürfen ihre Häuser und Geschäfte nicht mehr betreten. Die Betonplatten links versperren eine Straße.

UN-Beobachter passen auf palästinensiche Kinder auf, die auf ihrem Schulweg ein kleines Stück durch israelisches Gebiet müssen (ganz genau ist festgelegt, wo sie laufen dürfen) und dort oftmals angegriffen werden.

UN-Beobachter passen auf palästinensiche Kinder auf, die auf ihrem Schulweg ein kleines Stück durch israelisches Gebiet müssen (ganz genau ist festgelegt, wo sie laufen dürfen) und dort oftmals angegriffen werden.

Eine Straße wird durch einen Checkpoint unterbrochen.

Eine Straße wird durch einen Checkpoint unterbrochen. Davor: israelische Militärpräsenz.

israelische Sicht der Dinge...

Israelische Sicht der Dinge…

Bedeutend in Hebron sind u.a. die Patriarchengräber: Hier sollen die Erzväter Abraham, Isaak und und Jakob mit ihren Frauen Sara, Rebekka und Lea begraben sein. Bedeutsam sind diese Personen für alle drei monotheistischen Weltreligionen – das große Gebäude der Gräber ist unterteilt: von einer Seite kommen die Israelis, von der anderen Seite die Palästinenser hinein…

Studienjährlerinnen mit Kopftuch für den Besuch der Patriarchengräber.

Studienjährlerinnen mit Kopftuch für den Besuch der Patriarchengräber.

Nach unserem Rundgang durch Teile Hebrons hatten wir noch ein kurzes Gespräch mit einer Dame von TIPH (Temporary International Presence in the City of Hebron). Die Mitarbeiter dieser Organisation patrouillieren durch Hebron und notieren feindliche Übergriffe. Irgendwie… fehlen mir wirklich die Worte.

„And the dreams that you dare to dream really do come true“ Träumen wir alle mal weiter….

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