To help me through reality

I have a dream, a fantasy
To help me through reality
And my destination makes it worth the while
Pushing through the darkness still another mile
I believe in angels
Something good in everything I see
I believe in angels
When I know the time is right for me
I’ll cross the stream, I have a dream…

(Abba)

Vorgestern waren wir auf einer unserer politischen Exkursionen: Es ging, meistens mit dem Bus, entlang an der Mauer in und um Jerusalem – entlang an der Mauer, die israelisches Gebiet trennt von palästinensischen Gebieten, die „schützen“ soll und in dieser ihr zugeschriebenen Funktion an ein Stück deutsche Geschichte erinnert, welches abgeschlossen zu haben wir alle froh sind. Sie wurde zu bauen begonnen ab Oktober 2003 als Reaktion auf die Zweite Intifada und die sich mehrende Selbstmordattentate. Der heutige Mauerverlauf umschließt deutlich mehr Gebiet, als es Israel nach den Friedensverträgen zusteht und geht demnach nicht entlang der so genannten „Grünen Linie“. Die Mauer trennt, wie damals Ost- und West-Berlin, Häuser, Straßen, Felder – und Menschen. Auch in Jerusalem, das eigentlich internationale Zone sein sollte: West- und Ostjerusalem. Wir als Touristen haben es gut, kommen in die einzelnen Gebiete zumeist problemlos rein und raus – und stellen uns viele, viele Fragen. Doch hier ist nicht der richtige Ort, um diese zu erörten.

Das Rachelsgrab (Ich sag jetzt mal zur Lokalisierung nichts, das könnte nach biblischem Zeugnis nämlich auch genau in der anderen Richtung liegen) steht auf "heißem Boden" - runderherum sind meterhohe Mauern...

Das Rachelsgrab (Ich sag jetzt mal zur Lokalisierung nichts, das könnte nach biblischem Zeugnis nämlich auch genau in der anderen Richtung liegen) steht auf „heißem Boden“ – runderherum sind meterhohe Mauern…

Diese Grenzsoldaten sind auf Tagesausflug am Rachelsgrab - im Land sieht man ständig große Soldatenansammlungen, die sich auf Ausflügen befinden - immer mit dabei: Das Maschinengewehr.

Diese Grenzsoldaten sind auf Tagesausflug am Rachelsgrab – im Land sieht man ständig große Soldatenansammlungen, die sich auf Ausflügen befinden – immer mit dabei: Das Maschinengewehr.

So sieht sie aus, die Mauer. Manchmal bemalt (oft auch mit richtig guten Comics und Sprüchen), aber selbst die buntesten Farben täuschen nicht über den Sinn und Zweck der 10 m hohen Betonmauer hinweg.

So sieht sie aus, die Mauer. Manchmal bemalt (oft auch mit richtig guten Comics und Sprüchen), aber selbst die buntesten Farben täuschen nicht über den Sinn und Zweck der 10 m hohen Betonwand hinweg.

In den letzten Jahrzehnten herrscht durch die Siedlungspolitik und den Bau von Siedlungen eine große israelische Präsenz in palästinensischem Gebiet. Diese Siedlungen sind oft geschützt durch Mauern, Polizeipräsenz u.a. Hier ein Blick auf die Siedlung Ma'ale Adumin, in der es übrigens einen riesigen Springbrunnen gibt - mitten in der Wüste.

In den letzten Jahrzehnten herrscht durch die Siedlungspolitik und den Bau von Siedlungen eine große israelische Präsenz in palästinensischem Gebiet. Diese Siedlungen sind oft geschützt durch Mauern, Polizeipräsenz u.a. Hier ein Blick auf die Siedlung Ma’ale Adumin, in der es übrigens einen riesigen Springbrunnen gibt – mitten in der Wüste.

Hier sieht man eine große Polizeistation im E1-Gebiet, das in letzter Zeit viel in den Nachrichten war: Israel möchte hier eine große neue Siedlung bauen, was dann das Westjordanland in zwei Teile zerschneiden und somit de Chance auf eine Zwei-Statten-Lösung minimalisieren würde. Die Polizeistation steht momentan noch mitten im Nirgendwo - zu hier hin führt aber eine groß ausgebaute, sechsspurige Straße. Man darf sich nun selber überlegen, warum und wofür.

Hier sieht man die Polizeistation im E1-Gebiet, das in letzter Zeit viel in den Nachrichten war: Israel möchte hier eine große neue Siedlung bauen, was dann das Westjordanland in zwei Teile zerschneiden und somit de Chance auf eine Zwei-Statten-Lösung minimalisieren würde. Die Polizeistation steht momentan noch mitten im Nirgendwo – zu ihr hin führt aber eine groß ausgebaute, sechsspurige Straße. Man darf sich nun selber überlegen, warum und wofür.

Wenn ich aus meinem Zimmerfenster schaue – und ich mag den Ausblick wirklich gerne: Der Sonnenaufgang über den Bergen Jordaniens zum Beispiel ist allmorgendlich traumhaft schön – so blicke ich auf ein großes Stück Beton, das sich einmal komplett von links nach rechts in meinen Blick drängt. Die Mauer ist ständig gegenwärtig und das Traurige an der Sache ist: Man gewöhnt sich daran.

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “To help me through reality

  1. Walther Lipphardt

    Annika, diese Situation immer wieder erschütternd und auch bewegend, was Du rückwirkend von unserer Grenze sagst – oft ist sie uns kalt den Rücken runtergelaufen, wie Euch heute dort.
    Rachel beweint ihre Kinder!!!

    Ob die Zeit je reif wird, ich weiß es nicht? – aber ich weiß, für uns alle, die wollen, ist sie es jetzt schon.
    In welchem Sinn auch immer: „Ich werde mit den Strom überqueren“, Grenzen überwinden und über Mauern springen.
    „ich habe einen Traum …“, den teile ich gern mit Euch allen – Shalom, Shabat Shalom

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