Surrexit Christus spes mea

Juhu! Mein Besuch ist seit einigen Tagen im Heiligen Land! Ich bin ziemlich happy 🙂

Meine beste Freundin Hannah ist eingetroffen :-)

Meine beste Freundin Hannah ist eingetroffen 🙂

Kurz nach den Weihnachtstagen kommt hier plötzlich eine österliche Überschrift – was soll denn das? Es soll Folgendes: zur Zeit ist (endlich, endlich, endlich) meine Freiburger Wahlfamilie zu Besuch und gestern morgen um 5 Uhr feierten wir am Heiligen Grab Eucharistie. Und da am Heiligen Grab eine jede Messe die Ostermesse ist, feierte ich gestern also Ostern. Frohe Ostern Euch allen!

Viel Zeit habe ich nicht, ein Weihnachtsnachtrag wird noch kommen und daher nur ein kurzer Bericht vom letzten Tag des Jahres, den ich mit meinem lieben Besuch verbringen durfte:

Wir machten uns auf den Weg nach Masada am Toten Meer. Masada ist eine beeindruckende alte römische Festung mit zwei Palästen des Herodes auf einem ziemlich hohen Berg, der von den jüdischen Aufständischen 72 n.Chr. eingenommen und belagert wurde. Dort verschanzte man sich recht lange und als die Römer dann eine Rampe aufschütteten, um an die unwegsame Festung zu gelangen und die Belagerung aufzulösen, sollen die jüdischen Aufständischen sich alle gemeinsam in einem großen Massenselbstmord umgebracht haben: Denn lieber wollten sie tot sein, als in die Hände der Römer zu fallen.

Im Hintergrund sieht man Masada - da ging es hoch!

Im Hintergrund sieht man Masada – da ging es hoch!

Heute ist Masada ideologisch sehr aufgeladen, aber hübsch ist es dort oben trotzdem. Nur der Weg ist echt anstrengend… Und wenn ich mir angucke, dass die Römer da hoch eine Rampe aufgeschüttet haben (sieht man leider nicht, die befindet sich am anderen Ende des Berges), dann muss ich Asterix und Obelix Recht geben: „Die spinnen, die Römer!“

Wir hatten einen wundervollen Blick aufs Tote Meer.

Wir hatten einen wundervollen Blick aufs Tote Meer. Die Berge, die man hinter diesem erkennt, gehören bereits zu Jordanien.

Auf der anderen Seite blickt man in die Wüste und ihre Berge. Hatte ich schon einmal erwähnt, wie traumhaft schön die Wüste ist?

Auf der anderen Seite blickt man in die Wüste und ihre Berge. Hatte ich schon einmal erwähnt, wie traumhaft schön die Wüste ist?

Eventuell ist es an den Bildern zu erkennen: Es war warm! Es war sogar so warm, dass wir nach unserem Sprung 2000 Jahre in die Vergangenheit wieder die Gegenwart in vollen Zügen genießen wollten. Und da das Tote Meer zum Hinspucken nahe war, ging es also noch eine Runde baden. Und ja, es ist schon witzig, wenn man da so herumplanscht…  Von Masada kann man sich runterstürzen und ist tot, hätten die Juden versucht sich im Toten Meer zu ertränken, wäre das vermutlich schief gegangen.

Sonnenschein, Palmen, Salzwasser - herzlich Willkommen am Toten Meer!

Sonnenschein, Palmen, Salzwasser – herzlich Willkommen am Toten Meer!

Wer es nun für abstrus hält, dass man am 31. Dezember im Toten Meer planschen geht, während man sich im nur den Berg herauf liegenden Jerusalem doch sehr über den Wintermantel freut, dem kann ich lediglich sagen: Ja, es ist ein wenig abstrus. Aber das ist Israel. Der Temperaturunterschied vermag aber auch dadurch zu erklären sein, dass Jerusalem ca. 800 m über dem Meeresspiegel liegt während das Tote Meer der tiefste trockene Punkt auf Erden ist, es liegt nämlich bei gut 400 m unter dem Meeresspiegel. Zwischen beiden Orten liegt also eine ordentliche Höhendifferenz.

Wir jedenfalls hatten unseren Spaß, eine Salzkruste auf der Haut und kamen abends erschöpft wieder in Jerusalem an, wo es dann nach einer kurzen Pause auf unseren Studienjahrs-Silvesterball ging. Mit viel Tanz begannen wir das neue Jahr. Doch eine halbe Stunde vor Mitternacht fanden wir uns alle in der Abtei ein zu einem geistlichen Jahresausklang – und um 12 erschallten die Dormitio-Glocken durch das sonst nicht recht silvesterfreudige Jerusalem und verkündeten uns, die wir lauthals das „Te Deum“ sangen, das neue Jahr: Möge es für uns alle ein gutes, friedvolles und gesegnetes Jahr werden!

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

3 Antworten zu “Surrexit Christus spes mea

  1. Hannah

    …bestimmt ist der Rest deiner Wahlfamilie so gar nicht entzückt nicht einmal namentlich erwähnt zu werden… geschweige denn mit einem Foto auf diesem grandiosen Blog verewigt zu werden… (und das obwohl man munkelt, der Fotograf sei so stolz auf sein Werk. Ich hingegen dachte ja, es war die Absicht, die Kuppel zu küssen statt beim Versuch einander zu küssen festgehalten zu werden)

    🙂
    Allerliebste Grüße aus Karlsruhe

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