We wish you a happy Chanukka

Auch wenn das achttägige jüdische Lichterfest am Wochenende zu seinem Ende gelangt ist, so soll hier dennoch ein kleiner Eintrag kommen.

Der große Chanukka-Leuchter am Jaffa-Tor

Der große Chanukka-Leuchter am Jaffa-Tor

An Chanukka gedenken die Juden dem Wunder, das ihnen nach dem Makkabäeraufstand zuteil geworden sein soll: Bei der Wiedereinweihung des Tempels (164 v. Chr.) habe das Öl nur für einen Tag gereicht, und doch brannte es ganze acht Tage lang: Dann nämlich war das neu geweihte Öl da. Beim Chanukka-Leuchter wird täglich ein Licht mehr angezündet, bis nach 8 Tagen dann alle acht Lichter brennen. Wer gut zählen kann wird sehen, dass der obige Leuchter allerdings neun „Arme“ hat. Der Arm in der Mitte wird Schamasch genannt – von hier aus werden die anderen Leuchtarme angezündet.

Einen Abend waren wir bei unseren Nachbarn in der Diaspora Yeshiva eingeladen. Wir durften dabei sein, als der Segen gesprochen und die Lichter angezündet wurden.

Die Diaspora Yeshiva hatte uns eingeladen beim abendlichen Anzünden des Chanukka-Leuchters dabei zu sein.

Die Diaspora Yeshiva hatte uns eingeladen beim abendlichen Anzünden des Chanukka-Leuchters dabei zu sein.

Wir Frauen mussten allerdings in einem abgetrennten Teil des Raumes sein – der Vorhang war halb gelüftet, so dass wir zumindest in den Raum schauen konnten, den Chanukka-Leuchter konnten wir aber leider nicht sehen. Dafür gab es dann am Ende für uns alle noch so eine Art Berliner (der Berliner nennt diese ja „Pfannkuchen“, was ich persönlich für absurd halte), Getränke und ein Geschenk: einen kleinen Chanukka-Leuchter! Yippieh Yeah.

Ganz brav sitzen wir Mädels hinterm Vorhang

Ganz brav sitzen wir Mädels hinterm Vorhang

Nun brennt also auch in meinem Zimmerchen ein kleiner Chanukka-Leuchter. Das nenne ich mal interreligiösen Dialog!

Radikaler Themenwechsel: Am Samstag hatte ich meinen ersten Tag an der Schmidt-Schule. Diese deutsche Schule ist direkt hinterm Damaskustor in der Jerusalemer Oststadt beheimatet und bietet etwa 700 palästinensischen Mädchen die Möglichkeit, ihren Schulabschluss zu machen. Ein Teil erlangt sogar das deutsche Abitur! Jedenfalls werde ich dort nun immer samstags hingehen und vermutlich vormittags in der Grundschule helfen, am Nachmittag einer Gruppe Zehntklässlerinnen bei  der Vorbereitung ihrer Präsentationen unterstützen. Vergangenen Samstag habe ich erst einmal in verschiedenen Stunden hospitiert – und die liefen alle sehr unterschiedlich ab. Es war super spannend und hat richtig viel Spaß gemacht!

 

 

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