Wo mir sin es Kölle

Das Internet funktioniert – JUHUUUU !! Seit Montag befinden wir uns auf großer Klassenfahrt in Galiläa – das ist also schon fast eine Woche. Und wir haben viel erlebt! Jeden morgen um 7.55 Uhr (und wehe dem, der später auftaucht) treffen wir uns am Bus und fahren zu irgendeinem Ort, wo man viele alte Steine anschauen kann.

Montag war die Ausnahme, Aufbruch in Jerusalem um 6:30 Uhr – was für eine dermaßen unchristliche Uhrzeit! Dafür wurden wir entlohnt mit einem Stop in Bet She’an, nicht ohne vorher unser Kamel Walky auch Bet Alpha zu zeigen, denn wie jedes Kind weiß, sind die Kamele in der Synagoge von Bet Alpha eigentlich beheimatet.

Walky fühlte sich wirklich sehr wohl, musste aber dann nach einem kurzen Halt – Yalla Yalla! – mit uns weiterziehen. Das Leben ist kein Ponyhof und auch keine Kamelfarm.

Bet She’an ist eine ziemliche alte Stadt. Erste Besiedlungsreste finden sich auf dem Tell el-Hösn bereits aus dem 6. Jahrtausend vor Christus – ganz schön lange Zeit, wa? Beeindruckend ist dieser Ort besonders auch deswegen, weil noch so viele Überreste erhalten sind und man einfach noch nachempfinden kann, wie riesig und monumental diese Stadt einmal gewesen sein muss – man muss sich zum Beispiel einmal vorstellen, wie es gewirkt haben muss, die große, mit Säulen umrankte Straße in der Antike entlangzulaufen…

Bewundern kann man auch die noch erhaltene große öffentliche Latrine, wenngleich sie heute nicht mehr in Betrieb ist. Christina und ich haben sie gleich einmal getestet und stellten fest: Das Phänomen, dass Frauen immer gemeinsam zum Toilettengang schritten, dürfte durchaus älterer Herkunft sein. Wie modern Bet She’an war, wird hier auch daran ersichtlich, dass es eine Art Wasserspülung gab, durch die Latrine floss regelmäßig frisches Wasser, so dass es einigermaßen hygienisch zuging. Doch auch hier gilt, dass ein Erdbeben der Stadt das Aus bereitete.

Nach einem Pitahaltigen Mittagessen (wer hätte es vermutet?), ging es noch nach Tiberias und von dort aus dann nach Tabgah, wo ein Priorat der Dormitio ist – wunderschön!!!

Dienstag stand erst einmal Omrit auf dem Plan. Zuerst sahen die Überreste dieser Tempelanlage gar nicht so groß aus, es ist aber doch ziemlich cool gewesen. Hier sind wir auch erstmalig in Berührung mit den Golanhöhen gekommen – wie man auch den deutschen Nachrichten entnehmen kann, kein unproblematisches Gebiet. Aber noch einmal: Uns geht es gut! Und wir kriegen nicht viel mit von dem, was in Syrien passiert, die Kämpfe haben sich nicht auf Galiläa ausgeweitet oder so.

Danach ging es dann nach Caesarea Philippi, einem wunderschönen Nationalpark, wo wir auch damals auf der Israel-Konzertreise der Kölner Domchöre schon waren (man erinnere sich an den „Kak-tus“!).

Aber wir haben nicht nur einen Wasserfall bewundert, sondern auch wieder viele Steine und ein Panheiligtum. Aber der Wasserfall war besonders schön! Im Anschluss daran ging es noch gen Mt. Bental in der entmilitarisierten Zone mit Blick auf Syrien…

Ich würde gerne noch mehr erzählen und schreiben, aber das Hochladen der Fotos ist eine Katastrophe…

Aber noch zum Abschied, da wir heute den 11.11. haben und mir das kölsche Herz ein wenig blutet:

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