Round my hometown

Schon eine ganze Woche ist es her seit dem letzten Blogeintrag – mea culpa – und ich habe zu meiner Verteidigung nichts vorzubringen. Nachdem ich aber nun von meinen Eltern mehrfach darauf hingewiesen bin „die Leute fragen schon immer, wann es was Neues von Dir gibt“: Liebe Leute, hier gibt es was Neues! Nach einer gestrigen visuellen Skype-Tour mit der Familie möchte ich den heutigen Eintrag einmal dazu nutzen um zu zeigen, wo ich hier eigentlich genau lebe.

Wie ja schon mehrfach erwähnt, befindet sich das Beit Joseph, das Haus des Theologischen Studienjahrs, auf dem Zionsberg und ist dort der Dormitio angegliedert, der Benediktinerabtei.

Dormitio - Blick von der Jaffa StreetDas ist der Blick auf die Abteikirche und rechts daneben auf den Glockenturm von der Jaffa Street aus, davor die Altstadtmauer von Jerusalem. Ganz hübsch, oder? 🙂

Und noch mehr Impressionen von der Dormitio:

Dormitio, AbsisDie Rückansicht der Kirche. Links vorbei geht es zum Davidsgrab und zum Abendmahlssaal, wo Jesus mit seinen Jüngern am Tag vor seiner Kreuzigung das letzte Abendmahl gefeiert haben soll.

Und einmal die Vorderansicht. Ich find sie ja wirklich sehr hübsch.
Innenansicht: ApsisSo schaut sie von innen aus. Die Apsis ist wirklich sehr schön und wird täglich für das Konventamt und die Chorgebete (6:15 Laudes, 7:15 Konventamt, 12:15 Mittagshore, 18:00 Vesper, 20:15 Komplet – und wir Studierenden sind immer herzlich eingeladen) genutzt.

Blick vom AltarDer Blick vom Altar aus ist auch nicht zu verachten. Und die Orgel über dem Eingang erklingt täglich auf wunderbare Weise. Und auch hier an meine ehemaligen Kölner Chormädels: erinnert ihr euch an die Empore? Da oben sackte das „Angelus Domini“ um eine kleine Terz ab… 🙂

Spätestens jetzt wird dem aufmerksamen Blogleser klar werden, dass alle anderen eben gezeigte Bilder nur vorgeschobene Gründe waren: die Verbundenheit der Abtei zum Erzbistum Köln, die man u.a. an diesem ausgemalten Seitenaltar sehen kann (aber auch an den Gotteslöbern), ist natürlich der wahre Grund meiner Zuneigung zur Dormitio!

Da wir Studienjährler ja im Besitz eines Schlüssels sind, bedeutet es für uns nur ein kurzer Weg, um von der Kirche aus durch den Garten in unsere Heimstätte, das Beit Joseph, zu gelangen, wo wir wohnen, schlafen, studieren, essen, singen, diskutieren und vor allem ziemlich viel Spaß haben!

UnfugUps, das war das falsche Bild. Nächster Versuch…

GartenJetzt hat es geklappt – das ist unser Gärtchen …

Beit Joseph… durch das man direkt ins Beit Joseph gelangt (hier die Rückansicht). Wer sich im Übrigen dafür interessiert, wie es dort von innen aussieht, den verweise ich gerne auf die Internetpräsenz des Studienjahrs. Denn ich garantiere, mein Zimmer möchte niemand sehen 🙂

DachterrasseNicht vorenthalten aber möchte ich unsere Dachterrasse. Die ist nämlich wirklich sehr hübsch und ein beliebter Aufenthaltsort am Abend nach einem langen Studientag.

Ja, also so sieht es hier aus. Ich habe vor, auch den Zionsberg noch einmal vorzustellen und natürlich DIE Stadt schlechthin – Jerusalem! Wenn man sich nun sagt: das sind ja schöne Bilder, aber was hast Du, liebe Annika, denn die Woche so getrieben? Dann kann ich dazu zum einen sagen: Es war Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag, über den ich noch im nächsten Eintrag berichten werde. Passend dazu gab es einen Studientag, damit wir auch wussten, was wir da feierten (nämlich den Tag der Versöhnung). Außerdem haben wir uns thematisch mit den Klageliedern beschäftigt, die Prof. Frevel uns in einer interessanten Vorlesung vorgestellt hat. Nachdem wir ihn schon als Sinaiwanderbegleiter erleben durften, haben wir ihn nun noch von der wissenschaftlichen Seite her schätzen gelernt und müssen ihn leider heute Abend verabschieden. Aber der nächste Vorlesungsblock steht schon vor der Tür: die Ökumene ruft! Es wird also nicht langweilig.

Deswegen zum Abschluss noch ein kleines Rätsel: Worüber wundern Marcel und ich uns hier? Wer es weiß, bekommt eine Postkarte von mir. Sofern ich die Adresse habe oder mitgeteilt bekomme.
Rätselbild

Und jetzt aber wirklich ganz zum Schluss noch ein bisschen Musik für diejenigen, die die Überschrift nicht sowieso schon einem Lied zuordnen konnten. Und für die, die es wussten, natürlich auch; meine Damen und Herren, hier koooooooooommt: ADELE!

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6 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

6 Antworten zu “Round my hometown

  1. Annika

    ha ha, vielen Dank, leider nicht möglich abzuspielen in Deutschland, wegen fehlender Musikrechte von der GEMA 😉

  2. Ich vermute mal, dass ihr euch entweder über Regen wundert oder darüber, dass ihr nicht längst von der Straba erfasst wurdet (Yom Kippur?)…
    Ist auch nicht so wichtig, Annika, ich wollte nur kurz loswerden, dass ICH mich doch sehr über deine Sandalen wundern muss 😉

    • Du willst also ne Karte haben? 🙂 Und sach nix über meine Trekkingsandalen. Sehen scheiße aus, ja. Aber, sie sind praktisch. Und werden nach dem Studienjahr umgehend entsorgt… 🙂

      • Ich habe meine heute noch 😀 Willkommene Abwechslung zu den allgegenwärtigen Wanderschuhen auf Exkursionen. Seit Wiederankunft in D habe ich sie aber nie wieder angehabt.

  3. Die bester Schwester der Welt :)

    Ach Mist…jetzt wollte ich gerade auch eine Antwort abgeben :-/
    Aber offensichtlich war ich zu langsam…. 😦
    Krieg ich trotzdem eine Postkarte??? 🙂

    P.S. Ich glaube, dass ihr euch über den Regen wundert!

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