Das Wandern ist des Studienjahrs Lust, Teil I

Wir sind zurück! Und wir haben alle alles überlebt. Jetzt stehe ich vor der großen Herausvorderung, die letzten 10 Tage zu verschriftlichen, ob mir das gelingen wird, sei dahingestellt – es wird aber wohl zu mehr als nur einem Blogeintrag kommen.

Am Mittwoch vergangener Woche machte sich morgens um 5 ein sehr verschlafenes Studienjahr mit abgeschnittenen oder wahlweise geflochtenen Haaren auf den Weg zum Grenzübergang Eilat – Taba. Mit im Bus: ein großer Rucksack, Isomatte, Schlafsack, Wanderschuhe, ein tolles Trinksystem und drei T-Shirts zum Wechseln – frische Wäsche wird nämlich eindeutig überbewertet!

Als wir nach fünf Stunden Busfahrt halb Israel durchquert und den Grenzübergang sicher passiert hatten, befanden wir uns also nun auf ägyptischem Boden, bestiegen den ägyptischen Bus, begrüßten unsere beiden ägyptischen Guides und steuerten auf das Tagesziel zu: das 220 km entfernte Katharinendorf. Hier durften wir eine Nacht im Camp von Scheich Mousa verbringen, dem Oberhaupt des Gebeliya-Stammes, in deren Gebiet wir uns aufhalten sollten.

Auf dem Weg dorthin hatten wir aber noch ein paar kleine Zwiscenstopps: zuerst an einem Aussichtspunkt auf Coral Island (by the way: ist das rote Meer nicht herrrrlisch? Aber da mussten wir noch 9 Tage warten, um darin schwimmen zu dürfen) …

…vorbei an einem Straßengrenzposten mit Scharfschützengewehr auf dem Dach (da fühlt man sich doch gleich viel sicherer) …

… und ein Halt am Fels der Inschriften, wo Laurentius Klein, Begründer des Theologischen Studienjahrs, seinerzeit das Symbol des Studienjahrs fand, das Regenbogenkreuz:

Der Regenbogen als Zeichen des Bundes, den Gott mit Noah geschlossen hat, die 12 Striche, die vom Kreuz abgehen, als Repräsentanten für die 12 Stämme Israels und das Kreuz in der Mitte als letzter und endgültiger Bund Gottes mit der ganzen Menschheit.

Und wenn man noch ein Stück weiter durch den Sand stapft (was bin ich froh, dass wir nicht in die Sandwüste nach Jordanien gefahren sind, das ist nämlich ganz schön anstrengend), hat man einen wunderbaren Blick auf diese schöne Oase.

Im Katharinendorf angekommen wurden wir herzlich im Camp von Scheich Mousa empfangen – mit einem leckeren Abendessen, richtigen Betten, Toiletten, Duschen und einem tollen Blick auf die Berge – so hätte es meiner Meinung gerne bleiben können 🙂

Doch am nächsten Morgen wurden die Kamele beladen, die Rucksäcke aufgeschnallt, sichtbare Hautstellen mit sehr viel Sonnenmilch eingecremt, der Kopf dick betucht und die Wanderung in die zivilisationslose High Mountain Region begann.

Nach dem ersten Marsch erreichten wir unser Nachtlager, einen hübschen kleinen beduinischen Garten. Isomatte ausgepackt, freiwillig auf den nächsten Berg geklettert, Abendessen am Lagerfeuer …

… und vor allem große Freude über das Ökoklo – wir mussten nicht Mutter Natur aufsuchen!

 Und am Ende des Tages durften wir unseren ersten Sonnenuntergang in der Wüste genießen – und danach einen Sternenhimmel, so wunderschön, dass man ihn nicht in Worte fassen kann…

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